Infos
Hallo liebe Freunde der Bewerbsgruppe Maria Raisenmarkt.
Unter Info wollen wir euch einen kleinen Einblick in die jüngere Geschichte unserer Gruppe gewähren.
Angefangen hat alles im Jahr 2000.
Etliche neue Gesichter in der Wettkampfgruppe, junge motivierte Gesichter. Doch es sollte alles nicht so einfach werden.
Ich kann mich noch erinnern, als wir damals am Bezirksbewerb in Baden das erste Mal in Silber antraten.
Wir waren eigentlich frohen Mutes und hatten auch brav trainiert.
So standen wir da, zogen alle unsere Positionen und dann hieß es auch schon „Erstes und zweites Rohr VOR” - was für eine besch… Angriffszeit wir da hatten - unglaublich unser gezogener Maschinist drängte uns auch noch 40 Fehlerpunkte auf - wir waren total am Boden zerstört, als auch noch dieser total „nette” Herr Bewehrter verbal auf uns einschlug und zu uns meinte „kennts es in Lichtgeschwindigkeit renna??? Sunst wird des heit nämlich nix mehr!!!
Und nein, wir konnten nicht in Lichtgeschwindigkeit den Staffellauf bewältigen und natürlich schafften wir die damals so magischen 300 Punkte nicht.
1 Woche später, der erste niederösterreichische Landesfeuerwehrleitsungsbewerb der Neuzeit.
Stattgefunden hat dieser in Hollabrunn. Es war in diesem Jahr zwar das 50. Jubiläumsjahr doch für uns war es der Beginn einer neuen Zeitrechnung.
Trotz aller Kritik in unserer Wehr, traten wir wieder in Silber an, und das Unglaubliche passierte Wir holten schafften es, WIR holten tatsächlich SILBER.
Das klingt zwar heute echt lächerliche, aber damals, damals war das ein Meilenstein für unsere so junge Bewerbsgruppe.
Das Millenium war für unsere Wettkampfgruppe geglückt.

2001
Das Jahr 2001 verging ohne den geringsten Erfolg.
Der NÖ LFLB fand in Waidhofen an der Ybbs statt. Silber und Bronze konnten wir NATÜRLICH wieder feiern.
2002
2002 gab es eine kleine Trendwende in unserer Gruppe.
Mit zwei neuen Gesichtern und der Hilfe der damals auch schon so starken Kameraden der FF Grossau und natürlich unserem eisernen Training, konnten wir unsere Angriffszeit um einige Sekunden - und ich spreche da nicht von ein oder zwei Sekunden, sondern von 10 bis 15 Sekunden - verbessern => im Training versteht sich, auf Bewerben ging uns der Knopf lange nicht auf.
Wir erkämpften uns in diesem Jahr sogar unseren ersten Ehrenpreis beim Abschnittsbewerb in Reisenberg. Meine Freude war unbändig. Was ich damals nicht wusste, es bekam jede Gruppe einen Ehrenpreis mit nach Hause, also war unser 15. oder 16. Platz an diesem Tag dann doch nicht so gut wie ich dachte ;(
Der NÖ LFLB fand in Melk statt. Wir konnten uns damals erstmals unter die Top 200 Gruppen Niederösterreichs schieben.
Außerdem besuchten wir damals das erste Mal den Firecup - als Zuschauer selbstverständlich - doch was wir da sahen motivierte uns so sehr, dass wir nun ein Ziel vor uns hatten, einmal als Wettkampfgruppe dabei sein bei einem Firecup.
Das Jahr 2003
Eigentlich ein gar kein so schlechtes Jahr.
Beim Abschnittsbewerb in Wienersdorf schafften wir es tatsächlich in den anschließenden Parallelbewerb.
Man muss dazu sagen, dass wir nur teilnehmen konnten, da zwei Gruppen die eigentlich vor uns waren schon die Heimreise angedrehten haben.
Unter dem Gespött anderer Gruppen - „mit so aner Zeit det i im Parallelbewerb gor net autretn” - konnten wir das Halbfinale gewinnen und waren am Ende des Tages zweiter im Parallelbewerb.
Der NÖ LFLB wurde in Zistersdorf ausgetragen, und auch dort konnten die in diesem Jahr gezeigte Leistung ein bisschen abrunden. Wir schafften es damals unter die Top 100.

2004
2004 konnten wir die Angriffszeit erstmals unter 40 Sekunden halten.
Wir waren top motiviert als wir zum Abschnittsbewerb in unsere Nachbarwehr Groisbach fuhren. Es sollte ein schwarzer Tag in der Geschichte werden.
Unsere Oldies hatten sich in diesem Jahr wieder zusammen gefunden, um an diesem einen Bewerb teilzunehmen - und das so Unwahrscheinliche passierte.
Wir, die so junge, motivierte, vor Selbstvertrauen strotzende Gruppe Maria Raisenmarkt 1 wurde von unseren Vätern der Gruppe 2 im Bewerb geschlagen.
Ein trauriger Tag.
Bei den NÖ LFLB in unserer Landeshauptstadt Sankt Pölten wollten wir uns erstmals mit ein bisschen Glück unter die besten 20 Gruppen Niederösterreichs mogeln um sich somit für den Firecup im darauf folgendem Jahr zu qualifizieren. Mit dem Firecup wurde es natürlich nichts, aber träumen war auch damals erlaubt.

2005
Langsam wurden wir konstant. Wir hatten viele gute Wettkämpfe, aber an einen kann ich mich erinnern als wäre es gestern gewesen.
Der Leistungsbewerb Kirchberg an der Pielach. Wie vor jedem Wettkampf trafen wir uns bei unserem Feuerwehrhaus. Wir konnten unseren Augen nicht trauen. Unser Maschinist UND unser Schlauchtruppmann kamen mit geschätzten 3 Promille. Natürlich war die Stimmung da eher gedämpft, doch es sollte ein toller Tag werden.
Mit einer Angriffszeit von 33.9 Sekunden schafften wir es zum ersten Mal unter 34. Ein echtes Erfolgserlebnis, dass uns für den bevorstehenden NÖ LFLB in Traisen gut stimmte.
Traisen, eine Schlammschlacht. Tagelanger Regen machten die Bewerbsbahnen zu einem einzigen Eislaufplatz. Unser Ziel Firecup wurde auch trotz guter Leistungen in der Saison wieder nicht erreicht. Es war auch da ein Platz um die 40.

2006
Aus dem Jahr 2006 gibt es nicht besonders viel zu berichten. Es war eher eine durchwachsene Saison. Da passte es auch, dass beim Antreten des NÖ LFLB in Raabs an der Thaya, als wir unser Gerät schon perfekt für den Angriff vorbereitet haben, ein plötzlich aufkommender Hagelsturm unsere Firecupträume abermals zerstörte.
- der Hagelsturm war echt irre!

2007
Eine Gute Saison. Wir matchden uns mit der Bewerbsgruppe Grossau bei jedem Bewerb um den Tagessieg - waren jedoch meist nur Zweiter
Ein besonderer Moment war der Nassbewerb bei unseren Freunden in Fahrafeld. Wir hatten einen so riesigen Pokal gewonnen, wir dachten es sei die Championsleague und feierten auch so.
Ein Bewerb in der Steiermark, bei den „Angriffszeit-Weltrekordlern” in Götzendorf, war auch etwas ganz besonderes. Bei einem packenden Parallelbewerb mit echt starken Gruppen siegten wir letztendlich gegen die Kameraden der FF Thal.
Wir waren uns sicher, diesmal wird es uns gelingen. Wir werden uns bei dem NÖ LFLB in Zwettl/Edelhof für den Firecup 08 qualifizieren.
Und wir…. schafften es. Wir wurden die 8. beste Bewerbsgruppe im ganzen Bundesland, und ein ganzes Dorf samt Bürgermeister und Blasmusik feierte unsere Heimkehr.

2008, was war 2008?
Natürlich unsere Premiere, nach 8 Jahren hatten wir es geschafft, wir waren in bei niederösterreichischen Spitzenbewerbsgruppen eingekommen. Wir waren im Firecup.
Zuvor wollten wir jedoch erstmals den Bezirkssieg in Bronze holen. Doch auch dieses Jahr war es wieverhext. Der Titel ging abermals an unsere Langezeit Konkurrenten und Freunde der FF Grossau.
Doch die NÖ LFLB in Amstetten standen vor der Tür und wir waren top drauf. Am Freitag gelang uns wieder die Qualifizierung für den Firecup 09 durch einen hervorragenden achten Platz. Samstag, Firecup.
Man spürte die Aufregung schon beim Frühstück. Ein Besuch im Freibad lenkte uns tagsüber ein bisschen ab, jedoch war die Anspannung allgegenwärtig. Es war einfach unglaublich. Ein von unserem Bürgermeister gesponserter Reisebus war „bummvoll” mit Fans von Maria Raisenmarkt nach Amstetten gekommen um uns anzufeuern. Echtes Gänsehaut-feeling. Schlussendlich waren wir beim Bewerb der besten 20 Gruppen Niederösterreichs 5., war ein echt gelungenes Firecupergebnis war.

2008, was war noch 2008???
Na klar, wir hatten uns ja auch für den Bundesfeuerwehrleistungsbewerb im wiener Ernst-Happel Stadion qualifiziert. Natürlich waren unter den besten Gruppen Österreichs nur Statisten, jedoch war es einfach eine wahnsinnige Erfahrung im ERNST-HAPPEL Stadion am Rasen zustehen und dort bei einem Bewerb mitzulaufen.
Aber auch die Siegerehrung, welche am Ring bzw. am Rathausplatz stattfand, war trotz aller Länge ein einmaliges Erlebnis, das keiner unsere Wettkämpfer missen möchte.

Und noch was war 2008, beim alljährlich stattfindenden Florian des Mostviertels in Krenstetten, konnte wir unsere bisherige Top-Angriffszeit auf unter 31,3 Sekunden schrauben.
2008, ein einfach gelungenes Jahr.
2009
Niemand unserer WKG hätte sich erträumen lassen, dass das Bewerbsjahr 2008 gleich im nächsten Jahr von den Erfolgen bei den 59. nö LFLB in Wieselburg in den Schatten gestellt wird.

Da sich unser MA Hacker Martin in der Saison-Vorbereitung einen Kreuzbandriss zugezogen hatte, mussten wir etliche Bewerbe in einer anderen Formation antreten. Wir hatten dadurch nie so richtig unser Potenzial zeigen können, bis auf die 59. nö LFLB in Wieselburg.
Wir schafften mit einer Zeit von 31,78 Sekunden den Vizelandes-Sieg und beim Firecup peitschten uns unsere unglaublichen Fans mit einer Zeit von 31,6 Sekunden zum Sieg. Einfach IRRE der Landesbewerb 2009. Nach “nur” neun Jahren, schafften wir es von der Freude über das erreichte Limit des Silber-Bewerbes zum Vizelandes-Sieger und Firecup-Sieger 2009. Wie sollen wir das toppen???
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